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now a wild heart has gone and floored me with this ever lasting glance.

Es ist Oktober und mitten zwischen Regentagen, grauen Wolken und den ersten kalten Nächten schieben sich kleine Spätsommertage dazwischen und locken uns mit goldenen Blättern nach draußen. Ein kleiner Moment, um einmal innezuhalten und die Wärme im Gesicht zu genießen. Durchatmen. In diesen Tagen erscheint unser bereits siebtes WE RIDE LEIPZIG Magazin für die Leipziger Fahrradkultur. Farblich passt das strahlende Orange hervorragend zum Herbst. Ein neues Cover in den Händen zu halten, ist wirklich jedes Mal ein wunderbares Gefühl voll mit Aufregung, Neugier und Herzklopfen. Auf den ersten Blick scheint dieses Magazin seinen sechs Vorgängern in Nichts nachzustehen – im Gegenteil: Mit jeder weiteren Ausgabe erreichen wir eine neue Stufe für uns selbst. Wir arbeiten noch genauer, spinnen den Gedanken der Fahrradkultur weiter und versuchen die Geschichten noch stärker auszubauen. Die Wirkung und Intension dieses Magazins entfaltet sich jedoch erst so ganz, wenn die Geschichten, Kolumen, sowie Reisetexte gelesen werden und in die sympathischen Augen unserer Models blickt. Wir rätseln selbst diesmal: Rückt das Fahrrad an sich vielleicht zu weit in den Hintergrund? Oder ist es nur ein kleines Zahnrad im großen Antrieb?

Schon seit diesem Sommer beschäftigt uns immer mehr die Frage, wie wir dem Ausruf nach mehr Menschlichkeit und Miteinander gerecht werden können und vielleicht auch nur einen kleinen Teil dazu beitragen dürfen, dass wir uns weniger auf Straßen anhupen, weniger motzen, weniger misstrauen, weniger urteilen und weniger gemein zueinander sind. Wir sind es Leid. Wir brauchen keine Grenzen im Kopf, keine Gewalt, keinen Hass, keinen Rassismus, keine Klischees, keinen Rechtsextremismus und keine Fremdenfeindlichkeit. Themen wie Klimawandel, Umweltbewusstsein, Empathie und ein friedvolles, soziales Miteinander sollen nicht in Zauberschrift geschrieben, sondern deutlich erkennbar sein. “Wir wollen nicht in die Steinzeit zurück. WE RIDE LEIPZIG steht für Toleranz, Integration und Nächstenliebe. Die Leidenschaft fürs Fahrradfahren ist unser klimafreundlicher Protest gegen ignorante und menschenfeindliche Ansichten”, so steht es im Editorial geschrieben und gibt unzähligen wunderbaren Models mit ihren Geschichten eine Bühne. Auf dieser sollte jeder stehen, der an Respekt, Achtsamkeit, Toleranz und Empathie glaubt wie wir. Ja, auch für diese Gedanken muss Platz sein, auch, wenn es doch so selbstverständlich erscheint. Das ist es nicht. Überhaupt nicht. Vorhang auf für dich, liebe Herbstausgabe!

Unser Anspruch für diese Ausgabe war es diesmal die Diversität in Leipzig noch viel intensiver aufzuzeigen und mit passenden Charakteren zu stärken. Ja, wir haben es auch erlebt, dass Protagonisten im Vorfeld abgesprungen sind, aus Unsicherheit vor den Reaktionen, wenn die eigene Geschichte gedruckt überall in der Stadt verteilt wird. Allein das können wir nur schwer ertragen und schütteln ratlos mit dem Kopf. Deswegen doch erst Recht. Unser Covermodel Obakeng finden wir diesmal ziemlich easy auf Instagram und staunen nicht schlecht als sie hochschwanger zum Shooting mit ihrem Klapprad radelt. Powerlady und dank den heißen Vintage-Fummeln von Minka auch bestens gekleidet. Wir treffen auf Susa, die sich Gedanken macht, warum weniger Frauen Rennrad fahren. Iona, die am liebsten offene Freigeister auf dem Rad fotografiert. Ralf Matthes, der aus der DDR geflüchtet ist, um dann doch sein Glück wieder in Leipzig zu finden. Anke, die sich als Leiterin im Jugendclub Mölkau für das Projekt “Freiheit auf zwei Rädern” einsetzt und syrischen Frauen das Radfahren beibringt. Alicia, die sich als Praktikantin beim Straßenmagazin “KiPPE” engagiert und viel Herzblut in ihre Arbeit steckt. Supermodel und Tänzer Luke, der sich als Femme Queer mit einer eigenen Partyreihe im IFZ für die LGBTQ+ Community einsetzt. Ben, der selbst erfahren hat, wie wichtig ein gesunder Ausgleich für die Psyche ist.

Larissa, die das Rad der Oma Sieglinde in Ehren hält. Sandra, die sich mit anderen Radfahrerinnen im “Mautenbaikkollektiv” für einen Verein stark macht, der Menschen zum Radsport ermutigt. Kao-Fan, der uns Tim, der sich bestens mit schnell zusammengebauten Lastenrädern auskennt. Magdalena, die noch ganz neu in der Stadt ist und einen schönen Satz prägt: “Leipzig ist doch eine ideale Stadt für alle Träume”. Doch das sind längst nicht alle Models. Wir begeben uns mit Micha und seinen Kids auf eine knapp 500 km lange Fahrradtour bis zum Strand nach Scharbeutz. Entdecken Australien durch die Augen unserer Gastautorin Marie. Diskutieren, warum wir eigentlich keinen Helm aufsetzen wollen und lassen uns vom Radladen Velowelt Fahrradkultur in seiner schönsten Form zeigen. Wem das alles noch nicht reicht, der isst am besten noch ein Eis oder trinkt einen guten Kaffee bei unseren Radstopps 7 Shots, Rudi, 034E1s und K&K. Vielen Dank an alle Models und Unterstützer der Ausgabe. Auf einen schönen Herbst!

WE RIDE LEIPZIG RELEASE PARTY x FROM DIZZY STUDIO

Der Blick zur ersten WE RIDE LEIPZIG Ausgabe.

 Der Blick zur zweiten WE RIDE LEIPZIG Ausgabe.

Der Blick zur dritten WE RIDE LEIPZIG Ausgabe.

Der Blick zur vierten WE RIDE LEIPZIG Ausgabe.

Der Blick zur fünften WE RIDE LEIPZIG Ausgabe.

 Der Blick zur sechsten WE RIDE LEIPZIG Ausgabe.

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