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oh, my darlin’, oh, my lover. tell me that there is no other.

LieferhutschiLast days of Lieferhutschi. Mehr als acht Wochen sind seit der ersten Pizza, die am 23. März über die Ladentheke ging, vergangen. Jetzt ist es an der Zeit dieses Kapitel zu schließen. Denn so langsam kehrt ein wenig Normalität zurück. Darf man das überhaupt schon sagen? Doch genau danach fühlt es sich an. Pünktlich um 21 Uhr überreiche ich höchstpersönlich die allerletzte Pizza mit Filetstreifen und kann dieses Gefühl gar nicht in Worte fassen. Wir stoßen mit einem Glas Blubberwasser auf all das an, sitzen bei einem gekochten türkischen Eintopf zusammen und lassen die letzten Wochen nochmal Revue passieren. Wir haben innerhalb einer Nacht alles auf den Kopf gestellt und einen Lieferexpress aus dem Boden gestampft. Wir sind wieder und wieder quer durch Leipzig gefahren und haben versucht damit unsere Ärsche zu retten und etwas Sinnvolles beizutragen, in einer, für manche Leipziger_innen sehr dunklen Zeit. Von Tränen, Wut, Heiterkeit, Chaos, Freude, nackten Männern an der Haustür, Glückseligkeit, Freunden im Hausflur, beschwipsten Gesichtern, schlechter Radiomusik, Gesängen an der Bar, vergessenen Weinen, tausend GoogleMaps anfragen, Fahrstuhl-Selfies, Umarmungen und das Gefühl von: Ey, wir haben es durchgezogen, gehört alles mit dazu. Fast schon unvorstellbar. In dieser Zeit haben wir uns alle nochmal von einer ganz neuen Seite kennengelernt. Von unserer besten und auch schlechtesten Seite. So ist es eben. Auch, wenn wir erstmal kurz die Beine hochlegen müssen, werden wir diese zwei Monate nicht vergessen. Bye, bye Lieferhutschi. Doch jetzt wird es eben wieder Zeit für neue Abenteuer…

Es beginnt die Zeit der ersten Male. Seit langer Zeit treffen wir uns wieder in der gewohnten Montagsrunde zum Pilates. Diesmal nicht nur im Zoom-Chat, sondern im Studio auf der Matte. Das erste Guinness steht wieder auf dem Tisch und die Freude darüber ist wirklich riesig. So groß, dass sich die Jungs gleich zu einem Kompliment hinreißen lassen: “Du siehst aus wie ein Guinness. Das ist uns nie aufgefallen. Blonde Haube. Schwarzes Outfit.” Wir verabreden uns endlich wieder zum gemeinsamen Mittagessen, besuchen unsere Freunde in den wiedereröffneten Stores der Stadt und genießen die freien Stunden draußen. Das ist die neue Realität. Sie fühlt sich gut an. Noch ein wenig ungläubig schauen wir zum Vatertag (oder wie wir in Sachsen sagen: Männertag) Richtung Parkanlagen und Waldwegen – so viele Menschenmassen sind wir gar nicht mehr gewohnt. Von daher lassen wir es etwas ruhiger zum Feiertag angehen, starten den Tag mit einer kleinen sportlichen Einheit im Park, einem langen Frühstück und einer Runde Weißweinschorle im Café KAPITAL. Jetzt muss ich beim nächsten Mal nur noch den anderen Arm in die Sonne halten damit der Sonnenbrand nicht ganz so sehr auffällt.

So sehr wir uns schon an die sommerlichen Temperaturen gewöhnt haben, so schnell sind sie auch wieder verschwunden. Dabei haben wir doch Ende Mai. Am Wochenende warten Regenschauer und dicke Wolkenklöpse am Himmel auf uns. Der perfekte Zeitpunkt, um es sich endlich mal Zuhause gemütlich zu machen. Doch die Rechnung geht nicht ganz auf. Punkt 12 Uhr steht Oliver im schicken Outfit und mit Rad vor meiner Tür. Bereit für eine kleine Radtour Richtung Lindenau. Der leichte Regen hält uns auch nicht auf auf unserem Weg zum Lindenauer Hafen. Zur Belohnung und zum Aufwärmen gibt es für uns und unsere spontan gefundene Begleitung einen herrlichen Flat White in der OBENAUF Kaffeemanufaktur. Sobald die Sonne für einen kleinen Moment durch die Wolken schaut, bestaunen wir die neu eröffnete Eisdiele “likken” in der Hood. Zu allererst wird gleich das Zitroneneis getestet. Bevor wir diese überaus schöne Woche hinter uns lassen, wird es für Kais nochmal spannend. Denn er darf die nächsten Fotos für Luises Kolumne zum Thema “Urlaub und Verreisen” schießen. Nach einem Kaffee geht es direkt los. Neuer Stil, neuer Look. Analog und Digital im Wechsel. Danke für deinen Blick.

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