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you know this place, you know this gloom? we’ve been here before.

Richtig Auskatern zum Samstag? Können wir! Ausschlafen, Burger zum Frühstück, bei einem Nachmittagsspaziergang zu Marshalls Mum einen Kaffee abholen und die Stadt weiter erkunden. Eine leckerleipzig Tour macht natürlich nur mit richtigen Foodies Spaß – Kamera in der Hand, Google Maps mit Öffnungszeiten offen und frische Luft in der Nase. Kleine Hände, die Cupcakes auf dem Tisch verschieben und herzhaft in den veganen Lieblingsburger vom deli beißen. Mrjam! Foodie Julia von Zucker&Jagdwurst will einfach alle veganen Spots probieren – außerdem gehören die deli Burger zum Leipzig-Wochenende schon immer dazu. “Was nimmst du?” “Na, wie immer. Sojasteak-Burger!”

Diesmal wird nicht im kleinen Laden oder auf der Bank davor gegessen, sondern stilecht auf der Rückbank im Auto. “Ich glaube, jetzt hab ich Mayo am Ärmel!” – immerhin riechen die Jacken von gestern Abend jetzt wohl nicht mehr nach Rauch. Ups! Noch besser wird es eigentlich nur, wenn alle mit fettigen Fingern Pommes naschen, die Avocado aus dem Burger fällt, zu dritt auf der Rückbank kaum noch Platz ist und dann draußen jemand an die Scheibe klopft, weil er uns im Auto erkannt hat. Vvasabi, Zest, Braker’s Go – wir kommen beim nächsten Foodie-Wochenende vorbei. Aber nach dem leckersten Burger, den man nach einer langen Nacht essen kann, klingt ein Kaffee und Cupcake gar nicht so schlecht!

Wie von Zauberhand ist im Marshalls Mum auch gerade ein kleiner Tisch für zwei frei geworden. Um die Schlange hinter uns möglichst lang aufzuhalten, lesen wir alle Schildchen genau durch. “Der vegane Apfelkuchen ist diesmal nicht für dich? Was ist denn da los? Ist alles in Ordnung mit dir?” Ein: “So oft bin ich gar nicht hier” zu meinem Besuch kann ich mir dann doch sparen. Aber diesmal darf es das kleine vegane Schneewittchen mit Kirschen und Marshmallow-Topping sein. Die neuen Cupcake-Sorten wollen schließlich auch probiert werden!

Damit wir aber doch noch auf unsere 16.000 Schritte an diesem Tag kommen und uns nicht nur durch die Gegend fahren lassen, spazieren wir durch den Park Richtung HGB – der Hochschule für Grafik und Buchkunst. Wie immer im Februar präsentiert sich die gesamte Hochschule für vier Tage lang zum offenen HGB Rundgang und wird zu einer riesigen, zusammenhängenden Ausstellungsfläche. Studierende und Diplomabsolventen aus den vier Studiengängen Malerei&Grafik, Fotografie, Buchkunst&Grafik-Design und Medienkunst zeigen ihre Arbeitsergebnisse aus dem vergangenen Jahr. Ein Spekatel, das immer zum Donnerstagabend mit einer Live-Performance und anschließend amüsanten Party eröffnet wird.

Zum Samstagnachmittag treffen wir auf wesentlich weniger Besucher als sonst und können ganz in Ruhe durch die Gänge schlendern. Für Getränke haben wir schon vorgesorgt. Da der HGB Rundgang aber in einer größeren Gruppe noch viel mehr Spaß macht, warten wir an der Garderobe auf den Rest der Gäng. Willkommen an einem Ort, an dem sich jeder überall und zu jeder Zeit mit Kunst beschäftigt wird. In welcher Form – das entscheiden die Studierenden. Wie sie auf dich wirkt – entscheidest du. Da darf sich gern in den Gängen warmgelaufen werden, eh man genug Fantasie entwickelt, um die künstlerischen Heransgehensweisen aufnehmen zu können. Der HGB Rundgang ist schon immer anders. Da gehören bepflanzte Wände, defekte Drucker in den Gängen, Weingläser, bekritzelte Treppenaufgänge, wilde Sprüche und verstecke Räume einfach dazu. Wie immer fragen wir uns: “Gehört der Feuerlöscher jetzt mit dazu?” – why not.

Das gesamte Hochschulgebäude wird auf allen drei Etagen, inklusive Erdgeschoss für die Augen der Besucher geöffnet. Welchen Weg man wählt, ist völlig egal. Wir arbeiten uns etagenweise durch das Gebäude und entdecken die Räume, die uns zum lachen, nachdenken, mitmachen und Schulterzucken bringen. Manchmal passiert auch nichts mit einem. “Ok, der nächste Raum, den wir betreten, den hast du erstellt und musst uns erzählen, was da passiert…” – genau das macht der HGB Rundgang mit uns: Wir denken uns Geschichten aus und präsentieren immer wieder der Reihe nach die nächsten Zimmer. Dass wir mit unseren Interpretation wahrscheinlich ziemlich weit daneben liegen, mag sein – aber auch das ist egal.

Wir verlieben uns in typografisch schön gestaltete Kärtchen, geraten in ein Spa mit Raumbefeuchter, studieren Fotografien, verfolgen illustrierte Filmchen, setzen uns Kopfhörer auf, stehen auf Stroh und spielen Verstecken zwischen den Installationen. Nach fast drei Stunden geben wir langsam auf. Puh! Durch den Hinterausgang mogeln wir uns wieder raus auf die Straße. “In genau einer Minute kommt der Bus!” “Und wo essen wir jetzt eigentlich Abendbrot?”

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