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im blick zurück entstehen die dinge.

6 Kommentare

Fragt man mich nach meinen Leipziger Lieblingsmomenten, dann kann ich das in einem Satz oder einem Erlebnis nicht festmachen. Adelina von “leipzig leben” feiert ihren 2. Blog-Geburtstag (Hurra!) und sammelt in ihrer Blogparade die liebsten Erinnerungen derer, die dieser Stadt auch verfallen sind. Ich habe darüber nachgedacht und es steht fest, dass Leipzig rückblickend in einem Jahr so viel zu bieten hat, dass ich nicht einen Moment fassen kann. Die Bilder verschwimmen. Leipzig ist so abwechslungsreich an Orten, Menschen und Gefühlen. Kein Tag ist wie der andere und man erlebt die verrücktesten Dinge nur hier. Eine Stadt, die wächst. Über die man auch mal schimpfen darf, wenn nach dem ersten überraschenden Schneefall im Januar plötzlich nichts mehr auf den Straßen geht. In der man sich aber jeden Tag wohlfühlt. In der man in einem Jahr viele neue und liebe Menschen kennenlernt und andere gern für immer bei sich haben möchte. Hier bin ich Zuhause. Eine Stadt, in der auf Dachböden Geburtstage gefeiert werden, man an seinem liebsten Ort fotografiert wird, man sich immer über den Weg läuft, wenn man nicht daran denkt, wo man nachts plötzlich auf den wildesten Partys mit Pool und oberkörperfreien Männern steht, in der wir auf wunderschönen Konzerten waren, uns nachts im Sommer am Kanal verloren oder einen Herbsttag lang Wurstquartett am Cospudener See spielten. Da waren Lieblingsorte. Abhipstern am Südplatz. Flei ma Waldi. Schlange stehen vor der Ilse. Partyfinger im Werk2. Kuchen essen am See. Schwarzgekleidete Menschen auf den Mauern der Moritzbastei beobachten. Schneemann bauen im Clara-Park. Lesen auf der Sachsenbrücke. Da waren Lieblingsmenschen, die mit mir zu jeder Zeit Calippo naschten, die mir kurz nach Null Uhr einen Druckverband anlegten, die mit mir Montagabend spontan Gin Tonic tranken, die die mich besuchten und für mich mein Lieblingsessen kochten, die mit mir gern bei Hipsterschorle und Bier auf der Holzbank am Südplatz saßen und mir die Welt erklärten oder die, die wussten was ich meinte, wenn ich nichts sagen wollte. Da waren Westpaket-Rundgänge, Sommerfeste, Modenschauen, bei denen man den Models zugepfiffen hat, prollige Festivals mitten am See, kleine Cafés, Stadtteile, die man noch nicht kannte, fette Hip Hop Partys und eine wunderbare Zeit auf der Buchmesse, für die extra Besuch aus München anreiste. In Leipzig hatte ich die schönsten und unbeschwertesten Tage. Ich saß mit dem glücklichsten Lächeln am See und wünschte mir, dass alles so bleibt. In Leipzig war ich aber auch sehr traurig, weil ich den besten Freund hergeben musste, den ich mir nur vorstellen kann. Jeden Tag Quatsch machen, zusammen kochen, gefühlte 24 Stunden zusammen sitzen, füreinander da sein, wir gegen den Rest der Welt und immer wissen, was los ist – gegen einen paar Umzugkartons. Aber Leipzig ist nicht aus der Welt und man behält das, was man gern hat. Keine Stadt ist für mich so schön und macht das Leben so lebenswert. 12 Monate lang. Jeden Tag. Party like a cowboy. Leipzig leben. Hier.

Januar.1

Februar.
2

März.3

April.4

Mai.
5

Juni.
6

Juli.
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August.
8

September.
9

Oktober.
10

November.
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Dezember.
12

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Kommentare

  1. AnneRosali Lady Rosali sagt:

    Liebe Christina, vielen Dank für diese schönen Worte. Ich habe mich unglaublich darüber gefreut, dass dir mein Leipzig, so wie ich es sehe, gefällt. Poetry Slam mag ich übrigens auch sehr – und ich werde mir das ansehen.

  2. […] kurz vor 0 Uhr sagt auch Annabelle noch etwas dazu. Und ehrlich – schöner hät ich es nicht schreiben können. Danke für dieses wunderbare […]

  3. AnneRosali christina sagt:

    ok. “jetzt reichts.” dachte ich mir gerade. ich muss dir einen kommentar dalassen. seit ein paar monaten verfolge ich nun deinen blog. erst warst du nur unter meinen lesezeichen, dann bist du auf der täglichen startseite unter meinen lieblingsblogs gelandet. ich habe deine einträge in mich aufgesogen, hab mit dir gelacht und ganz oft geweint, weil die art wie du schreibst und all die momente die du erlebst so wunderschön sind. und ich erlebe meine stadt, meine kleine welt aus einer anderen perspektive. du hast mich motiviert mal die spinnerei zu besuchen, die ich (obwohl ich seit 2,5 jahren 400m entfernt davon trainiere) noch nie wirklich von innen gesehen habe. du zeigst mir immer und immer und immer wieder wie schön es hier doch ist, wie viele geheime und doch unglaublich besondere orte man entdecken kann, wenn man nur einmal die augen aufmacht. alles, was ich eigentlich mit diesen worten sagen will, ist DANKE. danke, dass du deine gedanken mit deinen lesern teilst. und ich schreibe das hier, weil du wissen sollst, dass du mit diesem kleinen blog jedes mal für zehn minuten ganz viel glück in mein herz pumpst, wenn meine augen auf reisen gehen um deinen geschichten zu folgen. mach weiter so, du bist nicht umsonst eine “heldin” geworden. das wollte ich hier nur kurz einmal sagen. :)
    (und falls du sie nicht eh schon kennst kann ich dir als weiteren magischen ort die distillery empfehlen. aber geh nicht zum feiern hin. geh zum poetry slam. der ist jeden ersten freitag im monat (facebook->livelyrix). du wirst einen wundervollen abend haben, ich glaube das wär was für dich.)

  4. AnneRosali Lady Rosali sagt:

    Dankeschön. Das gefällt mir in der Tat. Gut geraten. Das probiere ich mal aus.

  5. AnneRosali Daniel sagt:

    Schöne Fotos. Google mal nach One Second Every Day. Könnte dir gefallen.

  6. AnneRosali nastja sagt:

    krass, wars im april schon so warm :O schöne fotos!

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