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i don’t wanna be there when you’re coming down. i don’t wanna be there when you hit the ground.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die kommende Jahreszeit liefert uns dieser vergangene Montag. Eben höre ich mich noch laut sagen: “Ich mag den Herbst!” und im nächsten Moment zieht eine riesige Regenwolke vorbei, die den ganzen Tag tief am Himmel hängenbleibt. So fällt das Date mit den Großeltern im Garten natürlich sprichwörtlich ins Wasser aber dafür schwingt Oma Zuhause den Kochlöffel und präsentiert ein echtes Festmahl. Klöße im September, kein Problem für Großmütter! Die Gartenernte landet dann auch sicher in Leipzig. Frische Tomaten, Weintrauben und Zucchinis bringen am Ende doch Farbe in diesen grauen Tag. Irgendwie ging ein großer Hype an mir vorbei: Das Anstehen vor Clubs. So auch immer wieder mittwochs zur Halftime. Die Schlange reicht fast bis zur Koburger Straße und bewegt sich auch lange nicht weiter. Das Gute daran: Wenn man mit Freunden, die man lange nicht gesehen hat, in der Schlange steht und sich einiges zu erzählen hat aus den vergangenen Monaten. Aber auch nach mehr als einer Stunde ohne Einlass drehen wir uns einfach um und beschließen uns am Späti noch ein Eis zu holen. Steht ihr mal weiter an, wir verbringen dann den Abend mit unserem Eis.

Irgendwie rennt die Zeit schon wieder viel zu schnell. Zwischen Fotoshootings für WE RIDE LEIPZIG, Kaffeedates mit zukünftigen Brautpaaren, AG-Abenden im ADFC Leipzig, kleinen Ausflügen zum Elsterkanal mit “Paardiologie” auf den Ohren und Treffen für unsere kleine Buchparty bleibt kaum Zeit, um diesen Spätsommer nochmal zu genießen. Eher nur, um auf dem Fahrrad sitzend die Nase in die Sonne zu halten. Fred und Katharina von EISENHAUER locken uns zum “Shop Local Day” in ihren schönen Laden, um sich nicht nur mit neuen schicken Schreibwaren einzudecken (Was wirklich immer gelingt!), sondern auch, um sich von Max und Lea von Slinga Illustration portraitieren zu lassen. Mittlerweile könnte ich alle Portraits von Squizzy P., Lea und Sophie Valentin aus den vergangenen Wochen gemeinsam aufhängen. Kleine Rituale mag ich sehr. Es passt zum Beispiel ganz hervorragend, wenn man auf dem Weg zur Parkbühne am Geyserhaus ist, unterwegs bei Lá Chè anzuhalten und die Udonnudeln mit Teriyaki-Spießen zu bestellen. So desöfteren geschehen. In der Parkbühne spielt für uns an diesem Abend der schwedische Sänger José González – ja, der Sänger von Junip. Die Bühnenshow bleibt gewohnt minimalistisch, denn allein der Klang seiner fantastischen Stimme füllt die gesamte Parkbühne aus. Wir diskutieren am Ende und trinken den letzten Schluck Bier. Trotz dieser Stimmgewalt, den sphärischen Klängen und Hits wie “Heartbeats” bleibt ein kleiner Wermutstropfen. Alles klingt wie auf der Platte. Erwartbar, irgendwie unaufregend. Wahrscheinlich auch ein Grund, warum so oft im Publikum währenddessen einfach weitergequasselt wird, weil man sich gleich wie Zuhause auf dem Sofa fühlt, während im Hintergrund ein wenig José González dudelt. An alle, die das mögen: Bleibt einfach auch Zuhause.

Nach einem Gin Tonic im renkli, der fast auf dem Heimweg liegt, trennen sich unsere Wege. Kurzerhand schreibe ich die DJs in der Ilse an, ob sie nicht zufällig meinen Ohrwurm “Teardrops” von Womack&Womack spielen können. Können sie. Also ist auch schnell klar, wie der weitere Abend noch verläuft. Ein Gin Tonic an der Bar, Pop-Hits und ein paar Runden auf der Tanzfläche, so lange man es im Rollkragenpullover eben aushält. Immerhin ist es noch nicht gleich wieder hell, wenn man jetzt die Tür nach draußen öffnet. Statt eines Katers genießen wir lieber den Sonntag bei einem guten Frühstück und Vorbereitungen für einen kleinen Grillabend. Das Rezept für den wirklich besten Kartoffelsalat mit Gurkenrelish – egal, ob vegan oder nicht gibt es bei Zucker&Jagdwurst, schwöre! Die Schüssel war sofort leer… so blicken wir zum Abendhimmel über der Stadt und lassen das Wochenende ganz ruhig ausklingen. Hoffen wir mal, dass der nächste Montag ohne Regenguss beginnt…

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