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Mit Tomaten scheint es mir wie mit Paprika zu gehen: Roh kommt der Geschmack der allgegenwärtigen Gemüse nie an die fruchtige Variante in Pastagerichten oder die Röstaromen in einem Shakshuka heran. Roh funktionieren Tomaten nur für Gesundheitsbewusste, im Burger oder verarbeitet als Caprese. Weit gefehlt! Während diese im Supermarkt meist enttäuschen, schmecken Tomatensorten vom Gärtner*innen- oder Bäuer*innenbetrieb aus der Region zur Reifezeit süß und intensiv. Mehr als 3000 angemeldete Sorten gibt es weltweit und mindestens noch einmal so viele nicht angemeldete Züchtungen der roten Beere. Deutschland beschäftigt für die Zulassung von Pflanzensorten sogar ein eigenes Amt – das Bundessortenamt. Die Zulassung von Sorten ist Voraussetzung für den gewerblichen Vertrieb von Saatgut landwirtschaftlicher Pflanzen- und Gemüsearten. Im August und September reifen reichlich lokale Blattsalate, Steinobst, Beeren und Gemüse, die in der richtigen Qualität so gut schmecken, dass man daran nicht viel rumdoktern muss.

Üppige Salate eignen sich prima als schnelle und sättigende Sommergerichte, dafür muss man auch nicht gleich selber Mayonnaise schlagen, Ei pochieren oder Huhn tranchieren. Der fruchtige Tomatensalat mit Nektarinen ist unkompliziert zubereitet und dank der Brotwürfel spart man sich auch gleich die Beilage. Wer mag, kann die Nektarinen in einer Grillpfanne kurz rösten oder durch Pfirsiche ersetzen. Die berühmten, eingelegten roten Zwiebeln machen sich als Zusatz sowieso immer gut. Weitere Tipps und Weinempfehlung folgen nach meinem Rezept für einen fruchtigen Tomatensalat mit Burrata und Croutons.

Fruchtiger Tomatensalat mit Burrata |
Rezept für vier Personen

Zubereitungszeit: 25 Minuten

Zutaten für Tomatensalat:

4 Nektarinen
7 mittelgroße, gemischte Tomaten (ca. 700 g)
gemischter Blattsalat, Wildkräuter (ca. 200 g)
1-2 Kugeln Burrata, nach Geschmack
Eine Handvoll Basilikum
Blüten zum Garnieren: z.B. Kapuzinerkresse, Borretsch, Thymian
Fleur de Sel (z.B. von Maldon)

Zutaten für Croutons:

½ Ciabatta, Baguette o.ä. vom Vortag (ca. 150 g)
4 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Zutaten für Dressing:

1 EL Ahornsirup, Agavendicksaft oder brauner Zucker
5 EL Natives Olivenöl
1 EL Zitronensaft
1 EL Weißweinessig
1 TL mittelscharfer Senf
1 TL Salz

Zubereitung:

  1. Für die Croutons das Brot in mundgerechte Stücke reißen. Mit Salz und Pfeffer würzen, in Olivenöl wälzen. Bei 150°C im Backofen bei Ober- und Unterhitze auf mittlerer Schiene ca. 10 Minuten backen, bis sie goldbraun und knusprig sind.
  2. Den grünen Strunk der Tomaten entfernen, Tomaten in mundgerechte Stücke und Nektarinen in Spalten schneiden.
  3. Für das Dressing Öl, Zitronensaft, Essig, Senf, Salz, Pfeffer und Süßungsmittel vermengen. Damit das Dressing emulgiert, entweder in einem Schraubglas kräftig schütteln, mit dem Schneebesen, in der Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab bei hoher Geschwindigkeit kurz aufmixen. So verbinden sich das Öl mit den wasserhaltigen Zutaten zu einem cremigen Dressing. Der Senf wirkt zusätzlich als Emulgator. Die süßen, salzigen und sauren Komponenten nach Geschmack anpassen und nachwürzen.
  4. In einer Schüssel die Tomaten und Nektarinen mit der Hälfte des Dressings vermengen. Abgekühlte Croutons hinzugeben.
  5. Den gemischten Blattsalat mit der anderen Hälfte des Dressings vermengen und auf einer großen Servierplatte verteilen.
  6. Die Tomatenmischung über den Blattsalat geben, die Burrata mittig platzieren und mit fein geschnittenem Basilikum und Wildblüten garnieren. Nach Belieben mit Fleur de Sel würzen.

Extra Tipp: Anstelle des Fleur de Sel ein Gemisch aus Salz und Sumach über den Salat geben. Wer Schärfe mag, kann den Basilikum gegen fein dosierte rote Chili austauschen

Passt zu:
Gefüllten Zucchini oder Auberginen
Sommerlichen Risotto
Leichten Pastagerichten
Käseplatte
Grillabenden
Quiche

Weinempfehlung:
Prosecco

Fruchtiger, nicht säurebetonter halbtrockener Roséwein
Milde trockene Weißweine wie Silvaner oder cremiger Weißburgunder

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