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and you see me, through the roses. through the lights and the smoke and the screen.

Unser erster Versuch in Leipzig Pilze zu suchen, ist zwar gescheitert aber dafür finde ich ein Prachtexemplar mitten am Wegesrand und wäre beinah noch vorbeigelaufen. Mit einem Pilz in der Hand nach Hause zu joggen, sieht zwar komisch aus aber er musste einfach mit. Was man mit einem einzigen Pilz nun anfängt? Er wird getrocknet und vielleicht gesellen sich beim nächsten Ausflug noch weitere Freunde dazu. Mit diesem kleinen Glücksfund und einem Blick zu den letzten grünen Zweigen starte ich diese Woche. Es dauert nur noch eine Woche. Dann färbt sich alles in warmen Goldtönen. Diesmal drehen wir die Reihenfolge um und gönnen uns noch vor der Pilates Matte ein Schlückchen Wein am Tresen – aber auch nur eins. Ein schöner, kurzer Zwischenstopp im renkli. Wer den Wein schon vor dem eigentlichen Abend genießt, steht am Morgen auch pünktlich auf der Matte. Ein kleiner Spaziergang bei kühler Luft und Sonnenschein Richtung Espresso Zack Zack macht uns wach. Wobei early bird Sarah vermutlich schon seit Stunden im neuen OUIIUO Ladenstudio werkelt. Aber ein langer Kaffee und Stück Kuchen zur Belohnung muss einfach drin sein.

Dinge, die ich so noch nie gemacht habe: Töpfern. “Dein Leben ist ein Rausch”, bekomme ich zu hören. Wenn ich an die drei Stunden im Atelier von Johanna zurückdenke, ja, dann war es ein Fest. Die kleine kreative Ablenkung und völlig neue Aufgabe schickt mich beflügelt in den Tag. Ihr Glitzern in den Augen kann ich absolut verstehen. Ich erinnere mich noch dunkel an erste Versuche zu Schulzeiten, in denen wir den Ton zu Schüsseln geformt haben aber an der Töpferscheibe gedreht, habe ich noch nie. Vor allem nicht im Blaumann. Oder Blaufrau? Im passenden Arbeitsoutfit erklärt mir Johanna vom “Studio Papaya“, wie ich den nassen Klumpen Ton in eine schwungvolle Schale verwandeln kann. Sie staunt nicht schlecht: “Das machst du echt gut”, sagt sie und wir überlegen, ob ich nicht kurzfristig als Urlaubsvertretung übernehmen sollte. Aber das lassen wir lieber. Denn zurück in der Stadt wartet noch eine wichtige Aufgabe auf mich. Das siebte WE RIDE LEIPZIG Magazin steht in Kartons verpackt bereit für uns und will schließlich überall verteilt werden.

Zwischen Hochzeiten in Markkleeberg, Weißweinschorlen im Café Cantona und wartenden Katzen im Hotel Seeblick gab es da aber noch den Film zum Sonntagabend. “Joker” von Todd Phillips stand auf dem Programm im Passage Kino. In der Hauptrolle gespielt von Joaquin Phoenix. Ein Film über den im Vorfeld schon heiß diskutiert wurde. So stehen auch wir nach den zwei Stunden im Foyer. Aber wir sind uns einig, dass wir den Film unbeschreiblich gut und ergreifend finden. Vielleicht ist die Figur des Jokers auch näher am aktuellen Geschehene dran als wir denken. Bilder. Musik. Geschichte. Retro-Ästhetik. Details. Schauspielkunst. Irgendwie alles zusammen bewegt uns, auch, wenn in der Kürze kein komplettes psychologisches Profil geschildert werden kann – was oftmals am Film kritisiert und als oberflächlich bezeichnet wurde. Natürlich liegt das immer im Auge des Betrachters, das ist schon klar. Gut, dass das Kontrastprogramm nicht lang auf sich warten lies… so retteten wir noch einen Igel von der Straße. Was für eine Aufregung! Machs gut, Herbstwoche!

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