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the feelings are strong, so pure don’t say that it’s over.

It’s been a long year. Bye bye 2017. Es ist einer der letzten Tage im Dezember. Vereinzelt leuchten am Himmel die ersten Silvesterraketen auf. Das Tiramisu steht bereit. Bock auf einen kleinen Jahresrückblick? Die Weihnachtsfeiertage liegen hinter uns, die Kloßbäuche sind längst abtrainiert, wir genießen die Ruhe der freien Tage und schmieden schon heimlich neue Pläne. „Hast du dir was für das neue Jahr vorgenommen?“, werde ich wie fast jedes Jahr gefragt. Was soll man schon darauf antworten? Ein Jahr ist lang und so richtig planen kann man doch nie, was alles passieren wird. Das will ich auch gar nicht. Ein Schulterzucken muss reichen. Dieses Jahr begann mit einer Telefonnummer auf einem Zettel und einer dicken Schneedecke über der Stadt, die uns raus in den Clara-Zetkin-Park zum Eisschlittern auf den Teich zog. Wir haben in Berlin gefeiert, Ausstellungen besucht, sind zum ersten Mal seit Jahren wieder Schlittschuh gelaufen und haben bei tollen Shootings gewartet bis die Sonne endlich wieder rauskommt. Wir haben auf so vielen Konzerten getanzt, neue spannende Menschen kennengelernt von denen einige sogar Freunde geworden sind. Jeden Sonnenstrahl, auch auf der Buchmesse in Leipzig, haben wir mitgenommen und ganz fest für uns behalten. Als hätten wir jetzt schon gewusst, dass der Sommer nur sehr kurz ausfallen wird. Wir lagen lachend auf Wiesen am Kanal, haben die Sonnencreme vergessen und Eis gegessen. Wir haben in diesem Jahr so viele Hochzeiten und Junggesellinnenabschiede wie noch nie besucht, fotografisch begleitet und sogar heimlich zum ersten Mal organisiert. „Veränderung ist gut“, sagst du. „Das ist ganz normal, dass das passiert“. Ich nicke. Wir beobachteten die schönen Magnolienbäume, die überall an den Straßenrändern blühten und fuhren mit dem Fahrrad raus aus der Stadt. Das „Fahrrad“ war sowieso in diesem Jahr ein ganz wichtiges Thema. Abgesehen von einigen platten Vorder- und Hinterrädern durfte ich am ersten WE RIDE LEIPZIG Magazin mitschreiben. Noch mehr über die Leipziger Fahrradkultur gibt es bestimmt 2018 zu lesen…

Das spannenste Abenteuer in diesem Jahr stand mir im März bevor. Fast plötzlich ergab sich der Auszug aus der alten WG in Reudnitz nach mehr als sieben Jahren. Bock auf eine eigene Wohnung hatte ich schon lang. Mit viel Power von lieben Freunden und geduligen Eltern und Großeltern war innerhalb kürztester Zeit der Rekord-Umzug geschafft. Hello Südvorstadt! Noch immer werde ich gefragt: „Bist du denn jetzt glücklich in deiner Wohnung?“ und ich quittiere die Antwort mit einem breiten Grinsen. Es fühlt sich so an als wäre es nie anders gewesen. Im März war der Umzug, wirklich? Von der Südvorstadt aus ergeben sich viele neue Spaziergänge, Flohmarktbesuche und neue Freundschaften. Wir liegen am See, sobald es der Sommer nur für ein paar Stunden zulässt und löffeln Eisbecher mit Apfelmus. Wir trinken auf den 4. Blog-Geburtstag, die 28 und tragen nur wenig später für den nächsten Monat eine fette Schiene am Knie. So haben wir uns den August zwar nicht vorgestellt aber der kleine Unfall zeigt auch nur, dass Pausen wichtig sind. Aber von einer Knieschniene lassen wir uns noch lang nicht die Laune im Ostseeurlaub und den Festivalsommer auf dem Kosmonaut und Highfield Festival verderben. Dann muss uns die Rikscha eben direkt vor den Bühneneingang fahren, nützt alles nichts! Nach fast sechs Wochen traue ich mich wieder auf das Fahrrad und merke wie sehr ich dieses Gefühl vermisst habe. Unabhängigkeit, Fahrtwind im Gesicht, noch mehr Sonne, die die Sommersprossen herausforderten und die kurzen Wege in der Stadt. Wir trafen uns zum Sommerdinner, Stricken, exklusiven Frühstücksdates und Vorträgen zu tollen Lebensgeschichten in den verschiedensten Gärten. So lang bis uns das Gewitter auseinander trieb.

Auch im Herbst werden wir noch lange nicht müde und strampeln weiter. Der Regen kann mir gar nichts! Vorträge, Workshops, neue Portraits, mehr als 80 verschickte Newsletter und zum ersten Mal Dozentin auf der anderen Seite der Unitische. „Läuft?“ „Läuft!“, sage ich. Das Modell „annabelle sagt“ funktioniert und erfüllt mich immernoch jeden Tag mit unglaublich viel Motivation, Glück und Erfüllung. Kein Tag vergeht an dem ich nicht für dieses Herzensprojekt arbeite oder darüber nachdenke. Wo will ich hin? Was soll daraus entstehen? Wie kann ich es umsetzen? Es muss vorwärts gehen und wachsen. Dass man manchmal von romantischen Vorstellungen abweichen muss, habe ich auch gelernt. „Wenn du weißt, was du machen willst, dann mach es doch einfach“,  wiederholen sie immer wieder. Ich schmunzel. „Ich hör mich schon so an als wäre ich dein Life-Coach“. Dass Arschtritte immer mal wieder notwendig sind, weiß ich. Aber genauso wichtig sind auch kleine Auszeiten, die immer wieder viel zu kurz kommen. Wir hauten spontan nach Kopenhagen ab, fuhren zum ersten Mal seit Jahren wieder mit der Fähre (Aufregung und Toblerone pur!) und verliebten uns in diese wunderschöne Stadt im Norden. Wir sehen uns nochmal, Kopenhagen! Zuhause wartete mit Glanz und Gloria der Leipziger Opernball und ein wunderschön geschneidertes Ballkleid. Selbst nach fast 10 Jahren gibt es noch immer erste Male, die wir in Leipzig erleben… ready for the red carpet? Yes!

Morgen gehören genau diese Erinnerungen dem vergangenen Jahr an. „Keine Angst, denn alles was hier war, ist morgen vielleicht schon egal“. Mit dem neuen Jahr wird sich nicht sofort alles ändern und das Blatt Papier wird auch nicht wieder weiß. Aber die Chance besteht ein paar Altlasten in 2017 zu lassen. Schluss mit Dingen, in denen man festhängt, die einem nicht guttun, immer wieder herunterziehen und auf den Boden der Tatsachen ziehen. Kein Jammern und Beklagen, sondern Tatendrang und Mut. Was niemals unwichtig und egal sein wird, sind all die lieben Knautschgeschichter, denen man in diesem Jahr und davor schon immer begegnet ist. Freunde, auf die man sich immer verlassen kann. Menschen, die an einen glauben und einem das Gefühl geben etwas Besonderes auf dieser riesigen Welt zu sein. Es kann schon sein, dass sich im nächsten Jahr ein paar Dinge ändern werden und man vielleicht wehmütig an alte Zeiten zurückdenkt aber ihr bleibt hoffentlich alle da… ready for 2k18? Let’s do it!

annabelle sagt THANK YOU for 2017!

jahresrückblick 2017-annabelle sagt-my year
THANK YOU FOR ALL THE LOVELY PORTRAITS IN 2017!

jahresrückblick 2017

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