annabelle sagt
leipzigportraitparty
ein besonderer leipzig-blog. ein hoch auf die kreativen dieser stadt!

summer was a day. things were looking up.

rueckblick

Zum Wochenanfang haben wir gleich den richtigen Drink für uns und das Sommeroutfit gefunden. Ein Hoch auf die warmen Sommerabende. Die Farbe ist doch fake oder? Tatsächlich nicht. Wir haben nachgefragt an der Bar. Thomas Henry Tonic „Cherry Blossom“ plus drei Eiswürfel. Fertig ist der Sommeraperitif. Wer zuerst kommt, bekommt die guten Plätze draußen vor der Weinbar. Schließich muss man sich bei den steigenden Temperaturen etwas einfallen lassen. Zur Eröffnung der neuen BIKES! Ausstellung im Grassi Museum helfen zum Beispiel die Programmhefte weiter. Immer schön wedeln! So eine Eröffnungsfeier kann ganz schön warm werden. Wusstet ihr, dass in Deutschland aller 70 Sekunden ein Fahrraddiebstahl gemeldet wird? Ab sofort und bis zum 01.10.2017 erfindet das Grassi Museum das Fahrrad völlig neu und feiert den 200. Geburtstag mit einer schönen Sonderausstellung. Über 60 aktuelle Fahrradmodelle zeigen den urbanen Wandel der Drahtesel und die Kultivierung des Radfahrens in den letzten Jahren. Radkult, Radtransporte, Fahrrad der Zukunft, Fahrradinfrastruktur… mit all den Begrifflichkeiten setzt sich die Ausstellung auseinander. Bester Tipp: Einfach selbst vorbeischauen und die ausgefallenen Räder begutachten. Ein echter Fahrradfreund an eurer Seite kann dabei allerdings nicht schaden.

Was wir bei 35°C richtig toll finden? Im Stau auf der A9 stehen. Wir sind uns einig: „Das ist das krasseste Erlebnis, das wir je auf einer Autobahn hatten“. Ganze vier Stunden lang passiert einfach nichts. Irgendwo einen Kilometer vor uns brennt es. Das sagt das Navi und zeigt ein umgekipptes Auto. Außer schwarzen Rauchwolken sehen wir nichts. Im Rückspiegel beobachten wir unsere wertvolle Lieferung. Riesige Heliumballon-Buchstaben, die eigentlich schon längst in Berlin sein müssten. Nach einem heftigen Gewitter, einer leeren Kekspackung und dem Gefühl, dass man wirklich nicht mehr länger sitzen kann, geht es endlich weiter. Hoffentlich ist nichts Schlimmes passiert, denken wir beim passieren der Unfallstelle. Abendbrot, Bummeln und in Ruhe durch Berlin schlendern fällt damit wohl aus. Fast 8 Stunden Fahrt bis nach Berlin – ganz schön verrückt. In kürzester Zeit und ein Zitroneneis später hängen die Ballons von der Balloon Fantasy Partyboutique an ihrem Platz und tanzen durch die Luft im wunderbaren Kino International. An diesem Abend sparen wir nicht mit Glitzer und silbernen Buchstaben, denn das digitale Magazin für Powerfrauen „Edition F“ verleiht an diesem Abend 25 Frauen einen Award für ihre bahnbrechenden Erfindungen. Neben Drinks (die echt ordentlich knallen), kleinen Häppchen und Popcorn zum Knabbern (wir sind schließlich im Kino), singt auch noch Alice Merton. Nach der Goodie Bag und einer stibitzten Pfingstrose (oder wie mein Name dank Martin lautet: Anne-Katrin Blumenräuber) geht es auch wieder nach Hause. Nicht, ohne noch vorher bei McDonalds die versprochenen Pommes abzuholen. Berlin, das war ein sehr kurzer Besuch. Aber wir kommen ja schon bald wieder…

Um genau zu sein in weniger als 24 Stunden schon. Immerhin dauert die Fahrt diesmal nur exakt 60 Minuten. Bevor es aber weiter Richtung Potsdam und Hochzeitswochenende geht, nutze ich die Gunst der Stunde und probiere endlich mein erstes Porridge (oder eben klassisch Haferschleim) bei HAFERKATER. Mrjam. Die zugestiegene Naschkatze aus Wien bestätigt mir: „Das ist das Krasseste, was ich seit langem gegessen habe“. Kein Wunder bei einer dicken Schicht zerflossener Zartbitterschokolade mit Banane. Eine gute Grundlage für den Abend, denn bis zum Polterabend mitten im Wald sind es noch ein paar Schritte. Wir verlieben uns ziemlich schnell in Potsdam. In die kleinen niedlichen Häuser, die grünen Wälder, Seen, Stege, Boote, Mücken, Gärten und witzigen Taxifahrer, die sich über Berlin beschweren. Nur ein Steak vom Grill und eine Taxifahrt am Morgen entfernt, kommen wir an unserem Ziel dem Resort am Schwielowsee an. „Alles wie bei Disney“, schimpft der Taxifahrer. Ach, eigentlich ganz schön für eine Hochzeit, denke ich. Einer unserer ersten engen Freunde aus Schulzeiten heiratet – da darf es doch gern ein bisschen romantisch sein. Die Braut wird geschminkt, gesteckt, ins Kleid gehoben und wirkt dabei ganz entspannt. Ob wohl der Bräutigam schon Tränen in den Augen hat? Nach einem Styling (da leg ich doch gern mal Hand an) sind alle bereit für die Trauung. Dass sich die beiden jetzt küssen dürfen, muss man ihnen gar nicht erst sagen. Die hochgestreckte Sieger-Faust und das Grinsen sagen alles. „Yes!“. Wir sind alle überglücklich und freuen uns mit. Auf uns warten riesige Hochzeitstorten mit Crunch-Füllung, Bootstouren um den Schwielowsee, alte Schulfreunde, ein italienisches Buffet, Wein, Polaroid-Fotos, Gruppenfotos, ein Hochzeitstanz, eine Reise nach Jerusalem, die lange nicht mehr so lustig war („Ich verteidige meinen ersten Platz aus dem Ferienlager!“) und eine wilde Party, die morgens gegen 4 Uhr beendet werden muss.

Wer hatte sich das gleich nochmal mit dem Sonntagsfrühstück um 09.30 Uhr ausgedacht? „Verkatert bin ich nicht. Nur müde. Das war guter Alkohol gestern“. Eierkuchen mit Schokosauce, Rührei, Melone, Mett, Säfte, Brötchen – irgendwie sind alle doch ganz schön fit. Bis auf die, die beinah das Frühstück verpasst hätten. Hihi. Ein letztes Mal drücken wir das Brautpaar bevor wir sie in die Flitterwochen entlassen. „Hast du geweint?“. „Natürlich nicht. Man muss doch an das Make-Up denken“, antworte ich. Muss ja nicht jeder gleich wissen, dass einem manchmal ganz schön hoch die Tränchen in den Augen standen. Das war schön am Schwielowsee. Auch, wenn wir gern noch die Poollandschaft ausschweifend genutzt und mit dem Caddy eine Ruhe gedreht hätten, verbringen wir den restlichen Sonntag noch in Berlin. Flohmarkt am Boxi? Gute Idee. Bis auf den strömenden Regen. Wir machen uns stattdessen warme Gedanken in der portugiesischen Lisboa Bar. Auch nach vielen Verspätungen und Flugverschiebungen schaffen es alle wieder nach Hause und fallen wahrscheinlich todmüde ins Bett. Die Woche hatte es wirklich in sich… Ich hätte nichts gegen weniger Tempo einzuwenden, liebe nächste Woche.

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