annabelle sagt

something to hold. run away right now.

rueckblick

Die neue Woche beginnt gleich mit guten Nachrichten und einem riesigen Papierstapel: Die Einladungskarten sind endlich da! Yeah! Für die FLAMINGOCAT – selected looks Fashionshow am 7. September wird nichts dem Zufall überlassen. „Vielleicht“ bei Facebook reicht nicht. Da müssen schon echte Einladungen her! Na, schon mal in den Briefkasten geschaut? Wir haben uns auf jeden Fall bei Kaffee und guter Musik die Finger wund geschrieben, um auch einen persönlichen Gruß mitzuschicken. Rotstift raus und den Termin in den Kalender schreiben. Nach getaner Arbeit und einem unschönen Besuch im MRT lassen wir uns aber auch gern auch fremden Balkons mal verwöhnen. „Was soll ich für dich kochen?“ „Zoodles mit Bolo!“ „Wie kommst du denn darauf?“ „Na, das gibt es doch immer montags bei dir!“. Im Kerzenschein und zwischen kleinen Basilikumbeeten schmeckt alles noch besser. Nachtisch gibt es natürlich auch. „Melone oder Eis mit Himbeeren?“ „Ähm. Ganz klar: Beides!“.

Oh, der Wetterbericht kündigt für den Nachmittag 30°C an. Die Sonnenstunden dürfen wir uns nicht entgehen lassen, dachten wir. Das Fahrrad muss leider immer noch im Hof stehen bleiben. Sicher ist sicher. Dafür bringt uns das Auto auch zum Cospudener See. Vom Parkplatz bis zum Strand ist gar nicht weit. Gewusst wie! Sobald wir auf der Decke liegen, beschließt die Sonne sich zu verstecken. Na toll. Da bleibt uns nur noch die Currywurst mit Brötchen und die Kurzgeschichten von Charles Bukowski, die wir kichernd vorlesen. Eins ist ja wohl klar: Dass Eis viel besser schmeckt, wenn die Sonne scheint. Das Eis am Stiel an der Rennbahn lassen wir links liegen und beschließen doch noch zur Sachsenbrücke zu laufen. Wie von Zauberhand müssen wir am Eiswagen nicht einmal anstehen. Wie geht das denn?

Wir wollen uns ja auch gar nicht über Regen beschweren… aber mal ehrlich! Wenn es den ganzen Tag grau und trübt bleibt, macht das wirklich keinen Spaß. Gott sei Dank hat sich über Nacht Berlinbesuch angekündigt. Die neue Wohnung zeigen, Sekt am Südplatz trinken, Pommes bestellen und sich ausmalen wie das wohl wäre, wenn man immer zusammen in einer Stadt wohnen würde. „Dann könnten wir immer hier sitzen“. Wie immer schaffen wir auch nur die ersten Minuten der Gilmore Girls Folge bis wir einschlafen. „Du hast nach fünf Minuten schon geschlafen!“. Zum Frühstück verschlägt es uns nach dem typischen Fotostopp in den Leipziger Westen ins Café Albert, denn nach einer kleinen Stärkung (Rührei geht immer!) folgt noch ein Spezialauftrag im Studio von Sarah. Laptops fotografieren können wir jetzt! Nur nicht die Leiter vergessen. Aber vorsichtig… „Ich kann mich ja gar nicht auf die Leiter stellen…“. Wie gut, dass man noch eine Assistentin dabei hat! Komm bald wieder!

Zum Ende der Woche treffen sich die Leipziger Blogger und Instagrammer in den Höfen am Brühl zum „Fashion Festival“. Das Einkaufscenter in der Innenstadt hat es sich nicht nehmen lassen mit Blick auf die kommende Saison ein kleines Event zum Feierabend zu veranstalten. Die Modeberaterin vom Modehaus Fischer Nina Ruck führt uns in die kommenden Herbstkleiderschränke ein und empfiehlt als Look: Leder, rote Farben und Strick. Schwarz sei aber auch in Ordnung. Kurzes Aufatmen. Außerdem stellen sich an diesem Abend und für die kommenden drei Tage die Stores in den Höfen mit kleinen Aktionen vor. Mit dem Textilunternehmen mavi gestalten wir unsere eigenen T-Shirts oder Jeans, Frooters und Dean&David werden begeistert vernascht und der Starter Space als PopUp-Store für Startup Produkte und nachhaltiges regionales Design stellt seine neuesten Innovationen vor. Bartpflege-Tipps für die Herren und Make-Up-Tricks dürfen sich auch gern abgeholt werden. Natalie hat es gleich ausprobiert. „Oh mein Gott. Ich war noch nie so sehr geschminkt. Ich fühl mich wie Kim Kardashian. Aber ich finds super!“. Um den Abend noch angemessen ausklingen zu lassen, testen wir die Cocktails im imperii mit den Bloggern Maureen und Sebastian von We Should Run. Whisky Sour und Gin Tonic sehen nicht nur fantastisch aus, sondern schmecken auch so. Bevor das Gewitter noch näher kommt, buchen wir uns ein CleverShuttle. Alle reden davon, jetzt will ich es aber auch testen! Innerhalb von sieben Minuten steht das Shuttle bereit. Aktuell fahren 25 Shuttles durch Leipzig und nutzen dabei E-und Wasserstoff-Fahrzeuge sowie Plug-in-Hybride. Die Chance, dass dabei unterwegs noch nette Leute aufgegabelt werden, ist gar nicht so unwahrscheinlich. I like! „Na gut, das ist ja deine erste Fahrt. Da fahr ich dich noch ein Stück weiter!“

Bald packen wir schon wieder die Taschen für ein Wochenende aber nicht, ohne vorher nochmal den LOCAL HEROES POPUP STORE von Kiss&Tell am Abend zu besuchen, der die städtischen Helden von Franzi und Steffi für eine Woche lang offline zeigen soll. Was mit einem gemeinsamen Fotoshooting anfing, soll nun auch für jeden erlebbar und zugänglich gemacht werden. Als Ort für den Gemeinschaftsstore haben sich die Ladies die „Kommunalka“ Galerie in Lindenau ausgesucht. Mit Ballons, Popcorn-Maschine, Cocktails, Limonaden, DJ Sounds, Fotografien an den Wänden, lieben Gesichtern und Kleiderbügeln mit nachhaltiger Mode werden wir empfangen. Nicht zu vergessen: Schnaps gibt es auch! „Soll ich nachschenken?“. Lieber nicht zu viel KRSCH! Am nächsten Morgen klingelt der Wecker viel zu früh. Auf nach Friedrichsrode! Wo ist das denn? Ja, das haben wir uns auch gefragt und mit der Antwort „im Südharz“ zufrieden gegeben. Am Bahnhof in Bleicherode Ost warnt Luise nochmal „Wenn du noch irgendwas verschicken, schreiben oder dir im Internet ansehen willst, dann mach es jetzt. Wir werden die nächsten 24 Stunden kein Internet und kein Netz haben“. Gar nicht so schlecht für Hochzeiten. Dann schaut immerhin niemand aufs Display. Wir merken aber schnell, dass da auch so einige Schwierigkeiten gibt. „Du kannst mir ja schreiben, wenn du… ah. Haha! Geht ja nicht“. „Das müsste man mal goo… ah. Haha! Scherz!“. Nichtsdestotrotz bleibt viel Zeit zum Spazieren, Kuchen essen, Sekt trinken im Kuhstall und Quatsch machen mit den Zimmermitbewohnern. Wir sagen: Alles Liebe für euch, Marika & Simon! Für immer. Am nächsten Tag stehen wir wieder mit vollgepackten Taschen am Bahnhof in Bleicherode. Das Handy hat wieder Empfang. „Achso. Ja. Das ist irgendwo in der Tasche. Ich hols dann“. Die Bilanz: Keine Anrufe. 25 Mails. Werbung. Zwei Nachrichten. Eine auf die man antworten wollte. Instagram. Achja. Naja. Nichts verpasst. Worauf wir uns gerade noch ein bisschen mehr freuen: Nudeln mit Tomatensauce! Tschüss, Sonntag!

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