annabelle sagt
leipzigportraitparty
ein besonderer leipzig-blog. ein hoch auf die kreativen dieser stadt!

she makes the sound, the sound the sea makes to calm me down.

Stell dir mal vor, du bist Mitte 20 und dir gehört (fast) ein eigenes Haus und du führst gleichzeitig einen kleinen Betrieb mit deinen besten Freundinnen. Klingt verrückt? Oder auch einfach nur ziemlich gut. „Wenn man so darüber nachdenkt, ist das immer noch ganz schön unheimlich“. Den Traum vom Eigenheim müssen sich Gabriela, Jule, Eva und Thea gar nicht mehr erfüllen, denn zu ihrem Schlüssel passt bereits ein wunderschönes Gebäude mitten in Lindenau. Willkommen im „Hostel & Garten Eden„. Mit Hilfe von einem Crowdfunding haben sich die vier Mädchen im Oktober 2014 einen großen Traum erfüllt: Ein eigenes Hostel, das Gäste genauso empfängt, wie man selbst gern empfangen werden möchte und sich zudem von allen anderen Übernachtungsmöglichkeiten mit individuellen Themenzimmern unterscheidet. Seit diesem April ist es endlich soweit. Die ersten Gästen durften in die einziehen und sich wohlfühlen. Tschüss altes DDR-Wohnheim, hallo Paradies.

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Wenn man an die bisherigen Übernachtungen in einem Hostel denkt, dann bleiben mir quietschende Aluminiumbetten, kontinentales Frühstück, kurze Nächte und einheitlich gestaltete Zimmer in Erinnerung. Natürlich auch gemeinsame Nudelabende, lustige schwedische Bekanntschaften und das Gefühl überall nie allein zu sein. Nach einem Rundgang durch das Hostel Eden muss diese Erinnerung erneuert werden. Denn das ist hier das Besondere: Liebevoll gestaltete Themenzimmer mit ästhetischem Anspruch und architektonischen Hinguckern. Keine langweiligen Bettkonstruktionen, keine grauen Tapeten, keine karierten Bettwäschen, keine engen Räume, sondern viel Licht, Platz zum Austoben, gemütliche Betten, überall Grünpflanzen und Gartenblick. In diesen Zimmern kann man sich bestimmt vor dem Einschlafen noch schöne Geschichten erzählen. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Pärchenzimmer „Drubel“ – hier schläft man ganz romantisch in einem alten Fiat Fiorino. „Für dieses Zimmer muss man sich schon wirklich noch sehr lieb haben“. Das sogenannte HoneyMoon-Zimmer mit Tapete, die vom Lindenauer Viertel inspiriert und vom Künstler Ricaletto umgesetzt wurde. Oder wie wäre es mit einem minimalitischem Schlafplatz mitten in Grünau? Das Zimmer „Platte West“ vermittelt zwischen Betonbetten und Plattenbau-Wandoptik genau die richtige Wohnatmosphäre für einen Wochenendausflug ins Grüne. Oder vielleicht bringt man seine Kinder oder Kuscheltiere gleich mit und bucht sich das prunkvolle Familienzimmer mit Kronleuchter und leichtem rosa Schimmer. (Ich kann verraten: Das ist mein Lieblingszimmer.) Wie man das so von Hostels erwartet, könnt ihr auch in einer großen Gruppe anreisen und euch im 6-Bett-Mädchen-Dorm oder 8-Bett-Zimmer ausbreiten. Im Hostel Eden findet man für jede Gruppe ein passendes Zimmer. An Grundausstattung erwarten die Gäste überall: W-LAN (wichtig!), einen Tisch, Sitzgelegenheiten, Kleiderbügel, Schränke und zu allen Seiten des Hauses ein grüner Ausblick. Wem das noch nicht reicht, schaut sich dich innenarchitektonischen Leistungen doch mal genauer an. Jedes Zimmer wurde von einem Künstlerkollektiv völlig frei gestaltet. Von Freunden für Freunde. Spätestens die Künstler, die die Betreiberinnen vorher noch nicht kannten, sind nach der engen Zusammenarbeit dann auch befreundet. Im Hostel Eden wird alles noch selbstgemacht und nur die wenigsten Aufträge werden abgegeben. Girlpower! Unter den Künstlern mit dabei sind: Ricaletto, Catharina Zopf, Studio Farn, das Holzwerkkollektivs Ernst&Jung, MiezWars, Rainer Müller, Marte Weiser und Fränze Hoppe, Sabine Fischer oder Vanessa Gundermann vom benachbarten KAZIMIR.

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Wer dem ganzen Hostel-Trubel zwischen Müsli-Frühstück (Es gibt jetzt auch eine tolle Kaffeemaschine!), Viel-Betten-Zimmern und Gemeinschaftsduschen entkommen will, kann sich in den wunderschönen wilden Garten verkrümeln. Da, wo früher nur Brombeeren gewachsen sind, stehen jetzt Hollywood-Schaukel, Hängematte und Gartenstühle. Irgendwann werden hier dann auch Kartoffeln und Tomaten angebaut. Entweder bleibt man auf der Wiese in der Sonne sitzen oder erkundet von Lindenau aus die Stadt. Tipps für schöne Orte, Galerien, Dinge, die man gesehen haben muss oder zum Feiern und Genießen geben euch die vier Mädchen gern. Also Rucksack abstellen, ankommen, sich Zuhause fühlen, nach individuellen Stadtteil-Touren fragen und mit guter Laune in den Tag starten.

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Was?
Das alternative „Hostel & Garten Eden“.

Wo?
Demmeringstraße 57, 04177 Leipzig.

Wann?
IMMER! Einfach abchecken, ob noch Zimmer frei sind.

Weil?
Wegen Herzblut, Girlpower und schönen Träumen. Im Hostel Eden wird alles für euch selbstgemacht. Bald auch mit Wohnzimmer-Konzerten, Lesungen, Filmabenden oder Grillpartys.

Veranstaltungstipps: Am 4. September präsentiert „Kino Datsche“ unabhängige Kurzfilme von Leipzig und Europa im Garten Eden. Ab 20:30Uhr. Wenn ihr das Hostel Eden nur mal für einen Rundgang erleben wollt, dann schließt euch der Führung im Zuge des „Architektursommers“ am 3. September um 17:00Uhr an.

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