annabelle sagt
ein besonderer leipzig-blog. ein hoch auf die kreativen dieser stadt!

leave it hanging on a line. lost inside my head.

rueckblickZum Montag wieder in Leipzig am Hauptbahnhof ankommen, den Blick Richtung Himmel und über den Anblick schmunzeln. „Zuhause in Leipzig“. Das stimmt. Ostern ist zwar schon wieder vorbei aber wir genießen trotzdem noch in Ruhe den Montag. Schließlich ist ja noch Feiertag oder eben zweimal Sonntag. Das Regenwetter hält uns auch nicht auf dem „Franz Morish“ einen Kaffeebesuch abzustatten – viel eher hätten wir uns mal die Öffnungszeiten ansehen sollen. „Wir schließen doch gleich wieder“. Oh! Kaffee bekommen wir aber trotzdem noch. Die dunklen Wolken auf dem Heimweg lassen uns schneller laufen. Der April hat nicht zu viel versprochen… Regen, Sonne, Regen und gern auch mal wieder etwas Schnee dazwischen. Wait, what? Schnee! Aber unsere Augen täuschen sich nicht… da tut es schon gut, wenn man wenigstens an den Bäumen schöne Blüten sieht. Ach ja, stimmt, eigentlich ist ja fast schon Mai. P.S.: Kleine Zweige lassen sich auch gern mal verschenken!

Die komplette Aprilwetter-Palette bekommen wir am Abend in der Kolonnadenstraße zu spüren. Eigentlich wollten wir nur den KRSCH-Premium Kirschlikör probieren, uns über das pfffantastische Schnaps-Business von Sarah und Jo unterhalten und ein paar lässige Street-Styles ausprobieren. Wenn nicht gerade die Abendsonne durch die schmale Straße scheint, regnet es natürlich. Aber dann retten wir uns eben in die „Goldhopfen“ Craft Beer Bar. Hauptsache trocken. „Hast du den KRSCH eigentlich schon mal probiert?“ „Oh stimmt“. Ebenfalls noch nie probiert, haben wir die pikante Rote Linsen Kokos-Suppe mit Joghurt & Süsskartoffelchips von HANDBROTZEIT. Sofort stehenbleiben! Draußen im Freisitz sind genau noch zwei Plätze in der Sonne frei. Die müssen wir nutzen…

Sind denn schon wieder 9 Wochen vorbei? Anscheinend, wenn dick und fett „hairstories“ im Kalender steht. Yeah! Donnerstag und Kuchen… „Heute gibts leider keinen Kuchen“. Oh no! Der Kuchenfee sei eine Pause gegönnt. Stattdessen gibt es Tee, Magazine, die neuesten Leipzig-Trends und ganz viel Zeit mit Charlotte. Nicht zu vergessen natürlich: 2cm Haarspitzen die auf dem Boden landen und einem Glossing im Waschbecken. „Warst du denn schon beim Friseur“, werde ich gefragt. „Äh, sieht man doch“. Das geschulte Auge erkennt den Vorher-Nachher-Effekt. „Hast du noch was vor mit den schönen neuen Haaren?“ Tatsächlich! Im Hotel Seeblick wartet mein Date für den Abend. Aber zuerst müssen dringen Käsespätzle auf den Tisch. „Hunger!“ Dank der sexy Barfrau gibt es auch nur eine halbe Portion. Mrjam! „Gleich Gin Tonic? Lieber erstmal mit einem Radler den Abend beginnen“. Während wir an den Bartresen wechseln, grübeln wir über den weiteren Verlauf des Abends. Nach Hause gehen? An der Bar bleiben? Oder… oh, vielleicht in die Ilse? Donis spielt die Hits der 80er. Aber nur die coolen Stücke natürlich. „Mist, wir haben kein Bargeld mehr… dann müssen wir eben warten bis uns jemand einen Schnaps ausgibt!“.

Das böse Erwachen erfolgt dann immer erst am nächsten Morgen. „Ich hab keine Stimme mehr“. „Ist es nicht besser geworden?“ Kopfschütteln. Kein Wunder bei dem Aprilwetter! Dabei warten am Bahnhof schon Maureen und Sebastian von We Should Run mit dem Shuttle nach Dresden. Bereits zum dritten Mal findet nun schon das sächsische Bloggerevent BLOST (steht für Blogger im Osten) statt, das 2015 in Dresden gegründet wurde. Dabei sollen sich Influencer, Youtuber, Models, Fotografen und Unternehmer angesprochen fühlen, die sich mit Bloggern, Digitalisierung und Vernetzungsmöglichkeiten auseinander setzen wollen. Der Dresdner Flughafen sich als Eventlocation direkt angeboten und begrüßt uns im neuen Konferenzzentrum. Ganz schön still hier, denken wir uns. Aber das haben wohl alle sächsischen Flughäfen gemeinsam. In der Ruhe liegt die Kraft. Nach einer Begrüßung werden wir aufeinander losgelassen. Statt aber aufeinander stürzen wir uns lieber erstmal auf das Eis, die Küchlein und Aussteller, die Matthias und Melanie für uns organisiert haben. Die Snacks können sich aber echt sehen lassen! „Es ist eben auch schwierig mit ausgestreckter Hand aufeinander zuzulaufen und gleich ins Gespräch zu kommen“. Wir diskutieren. Begrüßungsspiele? Gegenseitig vorstellen? Wir geben den Dingen ihre Zeit und allein bei der Tour über den Flughafen, der Fahrt mit den kleinen Bussen und Spaziergängen über das Rollfeld mischen sich schon von ganz allein die Sitznachbarn. Auch mit noch mehr Tee, Hustenbonbons und sogar einer GeloRevoice (Danke!) wird die Stimme einfach nicht besser. Zähne zusammenbeißen und gut! Als einer der drei Speaker an diesem Tag darf ich über mein Lieblingsthema „Newsletter-Marketing für Blogs“ sprechen. Yeah! Warum ich finde, dass sich ein Newsletter lohnt… warum die Leserbindung darüber nochmal eine ganz andere ist und, warum es auch Spaß macht sich mit neuen Kanälen auszuprobieren. Kritische Nachfragen: Lohnt es sich nicht anstatt der vier Stunden Arbeit im Monat lieber einen zusätzlichen Beitrag zu schreiben, der insgesamt noch mehr Reichweite bekommt als vier dieser Newsletter, die sich nur an einen ausgewählten Kreis richten? Ich verstehe den Ansatz… aber bemerke doch, dass die Qualität der Newsletterabonnenten (was die Bereitschaft für den Blog angeht) eine viel größere und für mich auch bedeutendere ist als ein Facebook-Post mit viel zu großer Streurate. Wir werden uns zwar in diesem Punkt nicht so ganz einig. Aber dennoch macht es immer wieder Spaß vor Publikum zu stehen (immerhin ganze 80 Zuhörer) und beim Reden zu merken, dass man genau alles richtig macht. Allein dafür hat es sich schon gelohnt! … nicht zu vergessen all die Personen, die man sonst immer nur von Instagram kennt endlich mal in Farbe zu erleben. Thank you BLOST!

Eigentlich sollte ich jetzt wirklich mal die Schnatter halten. Aber das Sachsen-Wochenende ist noch nicht vorbei. Denn nach Dresden und Leipzig fehlt noch Chemnitz! Ab zur MakerFaire Sachsen in der schönen Stadthalle Chemnitz oder so wie die Eltern sagen „Da hat sich ja och nüscht mehr geändert…“! Schön, wenn da die Eltern noch vorbeikommen und einem gleich das Abendbrot für den Sonntag sichern. Denn nach einem langen Messetag heißt es: Ins Bett fallen. Schal umlegen. Noch mehr Tee und pssssht…

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