annabelle sagt
leipzigportraitparty
ein besonderer leipzig-blog. ein hoch auf die kreativen dieser stadt!

it’s affection always…

2 Kommentare

Das kleine Ladenatelier der „Alten Fleischerei“ feiert den ersten Geburtstag und einen gelungenen Start in die Selbstständigkeit. Wir geben uns zum ersten Mal noch ganz förmlich die Hand. Am unteren Ende der Kurt-Eisner-Straße, mitten in der Südvorstadt, gibt es genügend Raum für kreative Köpfe. Im Kreativbüro der ehemaligen Fleischerei finden nicht nur geometrische Schmuckstücke von FlamingoCat und Fotograf und „WE RIDE LEIPZIG„-Gründer Robert Strehler ihr kreatives Zuhause, sondern auch Architektin Claudia Herrmann. Eine ruhige Seele mit einer überaus herzlichen Art, die man einfach nur mögen kann. „Irgendwann musst du auch mal über mich schreiben“, sagt Claudia mit einem strahlenden Lachen während wir auf die „Happy Einjährigen“ im August anstoßen. Mittlerweile sind die warmen Sommerabende kühlen Herbsttagen gewichen und die Sektgläser längst ausgetrunken. In der „Alten Fleischerei“ wird fleißig gebastelt, in Workshops unterrichtet, fotografiert, gegen Fahrraddiebstahl gekämpft und in einem der vielen Hinterzimmer designt und über neuen Modellen gegrübelt. Ein Blick ins kreative Hinterstübchen: Claudia Herrmann verwandelt schnödes Papier in hochkomplizierte Modelle und setzt diese 1:1 für ihre Kunden um.

„A“ wie Architektur kommt vor „B“ wie Bootsbau

Am Anfang, kurz nach dem Abitur, konnte sich Claudia nicht viel unter dem komplexen Begriff „Architektur“ vorstellen als sie sich im elterlichen Schlafzimmer, bei dem wahrscheinlich langsamsten Internet der Welt, die Studienbeschreibung durchlas. Stattdessen reizte sie viel mehr das Wahlfach „Fotografie“ – damit ging auch die Anmeldung für den Eignungstest zum Architekturstudium an der HTWK Leipzig raus. Bis sie ziemlich schnell merkte: „Ok, so viel hat das Studium dann eben doch nicht mit Fotografie zu tun“. Erst im dritten Semester platzt der Knoten. „Ich fing an Architektur in seiner Breite zu verstehen“. Dabei interessierte sie am meisten die Herangehensweise beim Entwerfen. Wie man sich Schritt für Schritt an das Konzept herantastet – das bedeutet Aufgaben festlegen, Beispiele suchen, Inhalte recherchieren, Schwerpunkte festlegen und mit Formen und Varianten spielen, bis man die beste Variante ausformuliert und umsetzt. Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Studium entschied sie sich dafür ihr eigenes freies Architektur- und Designbüro zu gründen. Seit diesem großen Schritt von 2011 bezieht sie mit Papierrollen, Postkarten, Postern, einladenden Wandgestaltungen und Designhighlights (man achte nur mal auf die Lampen und Stühle) ihr Büro in der „Alten Fleischerei“. Sich für die Selbstständigkeit fast direkt nach dem Studium zu entscheiden, mag eher ungewöhnlich sein – es sei denn, dein engstes Umfeld zeigt dir, dass es funktioniert und man als eigener Unternehmer glücklich werden kann. Freunde und Familie stehen auf Claudias Seite, beeinflussen und unterstützen sie in diesem Vorhaben. Wag den Schritt. Trau dich!

Bereut? Niemals. Architektur ist eben ein kreativer Prozess.

„Ich liebe das Untypische“ – und das fängt schon bei der Entwurfsgestaltung und Konzeption an. Claudia setzt als Designerin bei ihren Arbeiten zwar auf klare Strukturen und eine funktionelle Gestaltung aber verliert dabei nicht den Blick für eine individuelle Sprache, die die eigene Marke des Kunden stärkt. Wie tastet man sich jedes Mal aufs Neue an völlig neue Projekte heran? Zuerst wird im Atelier die große Skizzenrolle aus Packpapier ausgerollt und mit gesammelten Ideen gespickt. Von diesen verschiedenen Varianten entwirft Claudia, wenn es das Projekt zulässt – diesen Arbeitsschritt mag sie wirklich sehr – ein kleines Modell. Vom kleinen Papiermodell wird es in die Realität umgesetzt. Auf einmal wächst die Idee und steht vor ihr. Ein glücklicher Moment, wenn ausgedachte Ideen realisiert und 1:1 umgesetzt werden. Genau wie der designte Messestand für eine ihrer Lieblingskundinnen „FlamingoCat„, der sie demnächst auf allen Märkten begleiten soll. Der kleine Papier-Messestand steht noch auf dem Schreibtisch, während Goldstein die gezeichneten Skizzen schon längst in der Feinkost aus Esche zusägt und die Spezialanfertigung messegeeignet vorbereitet. Denn nicht nur in der Gesamtoptik soll er überzeugen, sondern auch bei der Funktionalität.

Allerdings liegt Claudia nicht nur das Ausstellungsdesign ihrer Kunden am Herzen, sondern auch jegliche Projektanfragen zu Innenarchitektur und Corporate & Printdesign. Visitenkarten/Flyer, Logodesign, Möbeldesign, Konzeptionen, Beratungen, Messeplanung – ihr habt die Idee und Claudia die Inspiration. Come along!

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Architektur bedeutet für mich nicht nur ein Gebäude planen, sondern es beinhaltet auch kleinere Maßstäbe wie grafische Sachen, Ausstellungsdesign und Innenraumplanung.“

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Die Vielfältigkeit in der Architektur ist das Spannende, das mich reizt“.

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Kommentare

  1. Frau Careberg sagt:

    Eine Frau mit ganz viel Talent und Liebe für’s Detail. Bin sehr stolz auf Dich Freundin!!!

  2. AnneRosali sagt:

    Ach die gute Claudi!

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