annabelle sagt
leipzigportraitparty
ein besonderer leipzig-blog. ein hoch auf die kreativen dieser stadt!

i believed all of your dreams.

Die tiefstehende Sonne über Plagwitz. Die entlose, leere Zschochersche Straße. Verlassene Ruinen. Alte Backstein-Fabriken. Einmal falsch abgebogen und dann doch das richtige Klingelschild gefunden. Direkt von der Tür abgeholt werden und lachen: „Ganz schön weit draußen“. Dafür lohnt sich aber der Blick in das kleine ST’ATOUR Atelier. Einen Laden gibt es zwar noch nicht (auch, wenn das einige Kundinnen schon gehofft hatten) dafür aber genügend Platz für Stephanie, um sich mit ihrem Label auszutoben. Showroom und Werkstatt. Im Französischen ist „atour“ auch gar nicht so weit weg vom Schmuck entfernt. Die erste Frage: Club Mate oder Cola? Schnick Schnack Schnuck und die Entscheidung fällt. „Ohne Brunnen aber!“ „Papier wickelt Stein ein! Damit hast du gewonnen!“. Mist! Woher kommt Stephanie eigentlich ursprünglich bevor sie sich 2012 entschieden hat ihr Schmucklabel zu gründen? „Das kann ich dir echt nicht verraten…“ „Klar! Wenn ich aus Chemnitz komme, können wir darüber reden…“. „Aus der Nähe von Zwickau!“ Haha, HIGH FIVE! Bevor wir aber so richtig in Ruhe erzählen und uns unserer Limonade widmen, stöbere ich durch das Atelier. Weiße Möbel. Kleine Kakteen. Der bekannte „You’re pretty fucking awesome. Keep that shit up!“-Aufkleber. Weiße Gitter, an denen Ketten mit Edelsteinen hängen. Man könnte meinen, dass der Platz absichtlich am Fenster gewählt wurde, damit sie im Abendlicht so schön schimmern. In Leipzig bekannt geworden ist ST’ATOUR mit den bunten Edelstein-Ketten, hübschem Beiwerk bei Fotoshootings mit „hairstories“ oder „THE GALEROBE„, Sonntagen bei „The Market“ oder heißen Fotos auf Instagram. Models? Das übernimmt Stephie am liebsten auch noch selbst. Fotografin, Schmuckdesignern, Model und Content-Managerin in einem. „Die goldgewordene one-woman-show“. Hinzu kommt der coole Fakt, dass sie sich auch gern mal eine sexy Schutzbrille aufsetzt, am Schmuck schleift, ihre Goldfassungen selbst schmiedet oder an chemischen Experimenten ausprobiert. Alles ganz nach dem Motto: „Try and Error“. „Letztens sollte ich einer Freundin einen Stein bearbeiten… naja, da habe ich wohl vorher nicht die chemischen Reaktionen bedacht. Jetzt ist der Stein leider hinüber“. Sowas passiert eben im Labor. Auf der Werkbank lassen sich daher nicht nur Kupferdrähte Zangen, Edelsteine und Halbedelsteine aus Brasilien finden, sondern auch verschraubte Gläser, silberne Handschuhe und viel Wissen zu Strom und Widerständen. Aus der Sicht klingt dann Physik und Chemie gar nicht mehr so uncool.

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Was den Schmuck von ST’ATOUR aber in seiner Gesamtheit ausmacht, sind nicht nur die zarten, femininen Kollektionen, funkelnden Steinchen und die Art, wie man sie trägt (Doppelt. Dreifach. Kombiniert. Wild durcheinander. Es passt alles.), sondern auch das Gefühl dabei. Eleganz. Klarheit. Persönlichkeit. Jedes Schmuckstück ist ein echtes Unikat und lag vorher persönlich in Stephies Händen. Ihr großes Ziel: Natürlich in Zukunft ihre eigene Chefin zu sein, 7 Tage die Woche zu schmieden, basteln und verkaufen, auf ASOS „sexy  Fummel“ zu bestellen und sich darin mit ihrem Schmuck zu fotografieren. Freizeit? Keine Ahnung, was das ist, wovon alle immer reden. Aber dafür seine Inspirationen umzusetzen und genau den Schmuck am Arm baumen zu haben, den man selbst kaufen würde: Geiler Scheiß. Es ist, wie es ist: Ohne Herzblut, Leidenschaft und ein paar verrückte Ideen im Kopf geht eben nichts. „Hattest du schon mal ein Fotoshooting hier im Treppenhaus? Nein?“. Dann wird es Zeit, dass wir die Stufen mal einweihen. Dinge, die man an einem Abend von neuen Begegnungen kennenlernt: Breites Grinsen, Katzenmensch, stickeraffin, Distillery, Mädchenkram, schwarze Klamotten, Snapchat im Sonnenuntergang und Selfies gehen immer. „Wir müssen uns jetzt echt verabschieden, sonst stehen wir in zwei Stunden immer noch vor deiner Haustür!“ – nice to meet you, lady!

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Was?
ST’ATOUR Jewellery.
Wann?
Immer.
Wo?
Online-Shop // DaWanda // mit einem Termin im Atelier oder bei hairstories im Laden.
Warum?
Wegen Schmuck, der an eine große Bonbonschachtel erinnert. Feminin. Zart. DiscoGlam. Selbstgemacht. Und im Hintergrund die Lady, die sich gern für euch in heiße Fummel schmeißt.

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