annabelle sagt
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ein besonderer leipzig-blog. ein hoch auf die kreativen dieser stadt!

everything we’re gonna say, we save it.

Einmal um die Welt und im Leipziger Stadtviertel Reudnitz ankommen. Bye, bye Festanstellung! Der gebürtige Münsterländer Marvin und die Fränkin Greta verabschieden sich von der Vorstellung, dass Monotonie ihren Alltag füllen soll und fremdbestimmt über ihre Zeit entschieden wird. Der studierte Musikmanager und die gelernte Maskenbildnerin zieht es von einer Insel zur nächsten bis sie schließlich mit ihrem Herzenswunsch dem „Café Bubu“ in Reudnitz ihren Platz finden. „Wir haben uns überlegt, welche Stadt wir mögen und, wo wir es uns vorstellen könnten zu leben“. „Wir sind überzeugte Reudnitzer“, lacht Marvin. „Na toll, jetzt, wo ich weggezogen bin, macht genau um die Ecke ein neues Café auf“, denke ich mir. Freunde, die bereits in Leipzig leben, geben den entscheidenden Impuls. „Lindenau fand ich auch spannend als Stadtviertel“, schwärmt Greta, die tatsächlich auch nach der Hollywood Ikone Greta Garbo benannt wurde. Aber letztendlich ist es Reudnitz geworden, weil Marvin und Greta genau hier mitgestalten und nach Herzenslust ihr Café kreieren können. „Wir wollen mitgestalten und das Viertel beleben“. Konkurrenzdenken gibt es nicht. Im Gegenteil. „Viele schöne Spots führen ja nur dazu, dass die Ecken Leipzigs gern besucht werden“. Anstatt sich kritisch zu beäugen, liefert Ralph vom Espresso Zack Zack für die gelernte Barista gleich die passende italienische Kaffeemaschine. Auf gute Nachbarschaft!

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Im Café Bubu erinnert alles an ein gemütliches Wohnzimmer ohne übertriebenen Kitsch aus Omas Stube, sondern mit viel Liebe zum Detail und Wärme. Schon der Name weckt Erinnerungen aus Kindheitszeiten. „‚Bubu‘ hieß bei uns Zuhause immer die Butter“. „Aber kennst du auch ‚Bubu machen‘ für ‚Nickerchen‘?“ Dabei ist die eigentliche Entstehungsgeschichte zum Cafénamen eine ganz andere. Am Münchener Residenztheater hört Greta den Paul Kalkbrenner Song „Kleines Bubu“ und erzählt lächelnd, dass sie ihren Freund Marvin auch gern so nennt. „Manchmal, wenn er auf Reisen so wehleidig war, hat der Name gepasst“. Von Freunden erfahren sie, dass eine Pariser Band auch den Namen „Bubu“ trägt. Fast schon so als würde sie dieser Name so lang begleiten bis es ernst wird und sie in dem Moment auf einer kleinen, indonesischen Insel beschließen: Das wird unser Café! Ein Ort, an dem man den Alltag kurz vergessen, in dicken Suppen unterrühren und mit selbstgebackenen französischen Backwerken versüßen kann. Meistens kocht und bäckt Greta in der Küche, während Marvin den Service übernimmt. Ein eingespieltes Team eben! Dafür kennen sie sich eben sehr lang. Ein kleiner Kuss huscht über den Tresen bis es wieder zurück an die Arbeit geht.

Der Schriftsteller Michael Ende liefert mit seinen fantastischen Geschichten und Figuren wie der Eule „Bubu“ noch die passende Inspiration für die Gestaltung und feinen Details. Schließlich wird die wachsame Eule zum Symbolbild für das neue Café in Reudnitz, die Freundin Alisa Wimmer mit feinen Strichen umsetzt. Als Leipziger Kulturcafé wollen Greta und Marvin aber nicht nur hausgemachte Besonderheiten aus regionalen Produkten anbieten (in meinem griechischen Joghurt findet sich neben frisch geriebenen Äpfeln auch Leipziger Blütenhonig wieder), sondern den Räumlichkeiten als kulturelle Veranstaltungsstätte Leben verleihen. Wer eine Idee hat, ist herzlich eingeladen sich vorzustellen! Lesungen, Konzerte (bevorzugt gern Jazz) und Theaterstücke, sowie Workshops, Weiterbildungen, Vorträge und Diskussionsrunden können im Café Bubu stattfinden. Besonders beliebt sind jetzt schon die Wohnzimmerkonzerte oder wie Greta sagt: „Pantoffelkonzert“. Schließlich soll sich jeder wie Zuhause fühlen. Durch dieses partizipative Konzept wollen die Cafébetreiber ihr Viertel ermuntern sich selbst einzubringen und die Möglichkeit zur Mitgestaltung bieten. Let’s do it!

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Lange Zeit blieb das jetzige Kaffeehaus mitten am Täubchenweg leer. „Was war hier eigentlich vorher?“ So richtig kann das keiner mehr sagen. „Das Objekt stand schon lang leer“. Nur so viel war mit der Schlüsselübergabe im Februar gleich klar: Die unverputzte Tapete als Blickfang muss unbedingt bleiben. Neben veganen Frühstücksangeboten, selbst gepolsterten Stühlen, lackierten Tischplatten, frischen Blumen, Kaffeespezialitäten und Hund Merlin warten seit der Eröffnung am 8. August zwei begeisterte und leidenschaftliche Cafébetreiber, die endlich das gefunden haben, wonach sie schon immer gesucht haben. Lasst euch nieder, trinkt einen Chai Latte und genießt den Herbst.

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Was?
Café Bubu
Wann?
Montag geschlossen, Dienstag bis Samstag: 10-19 Uhr, Sonntag: 10-15 Uhr
Wo?
Täubchenweg 88, Leipzig
Warum?
Wegen einer freundlich, feuchten Begrüßung von Haushund Merlin an der Eingangstür, gemütlichen Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen, immer wechselnden herrlich süßen Backwaren (Zimt-Schoko-Brownies mit Meersalz oder doch lieber Weinberg-Pfirsich-Vanille-Streusel Tarte?), Kaffeespezialitäten, spannenden Reisegeschichten von Marvin und Greta und einem zusätzlich schönem Spot im Leipziger Osten. Time to explore!

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