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don’t worry where you are you’re a shooting star.

rueckblick

Hey März, das haben wir uns doch ein wenig anders vorgestellt in der vergangenen Woche. Dicke, weiße Flocken bedecken innerhalb von wenigen Stunden die gesamte Stadt. Die Fahrradreifen ziehen weite Spuren hinter sich her und ich blicke Richtung Himmel „Wirklich jetzt?“. So schön sich der Schnee auch auf den Straßen wie Puderzucker ausbreitet, so ungern mag ich ihn jetzt noch sehen. Dafür bist du eindeutig zu spät. Sogar das Rad muss für einen Tag im Hinterhof stehen bleiben. Wenn wir schon nicht rausgehen können, dann bleibt immerhin genügend Zeit, um sich am Schreibtisch zu verstecken und sich an den neuen Wassertattoos zu probieren. Die übrigens auch nach fast einer ganzen Woche noch immer zu sehen sind. Aber das war wohl der geheime Plan dahinter…

Erst, wenn die Sonne wieder zwischen den Wolken durchscheint, trauen wir uns wieder raus. Die Gedanken hängen noch am vergangenen Wochenende fest und verdecken die Sicht mit kleinen, dunklen Wolken, die tief im Gesicht hängen. Umso schöner ist da ein langer Spaziergang zum Fockeberg mit einer abschließenden 360° Aussicht auf ganz Leipzig. Die Schuhe sind matschig aber der Kopf ist frei für neue Gedanken. Gerade zum richtigen Zeitpunkt! Denn vor Marshalls Mum wartet schon der schicke, rote Flitzer, der uns zum nächsten Meeting bringt. Natürlich nur mit einer vollen, bunten Box und dem „Girl Gang“ Cupcake – passend zum Weltfrauentag, natürlich. Wer sich zum Business-Termin Cupcakes wünscht, bekommt auch welche. So war das schließlich schon immer.

Schon wieder vergeht die Woche im rasanten Tempo und lässt kaum Luft zum Durchatmen. Doch das ist gar nicht schlimm, denn das Lächeln im Gesicht bleibt. Wir schreiben fleißig neue Texte, organisieren Shootings, interviewen die Bürgermeister der Stadt, fahren zum ersten Mal mit einem Paternoster, blättern durch den Kalender und schütteln Hände. Es ist Freitagabend und die Party kann beginnen! Umso später der Abend, umso überraschender die Gäste. Wenn der kleine Wirbelwind aus München den Raum betritt, dann ist endlich Wochenende angesagt und die Touri-Tour durch Leipzig kann beginnen. Doch zu allererst brauchen wir eins: Ein Fahrrad – die next Bike-App ist schon installiert. Wir genießen lange Frühstücksrunden, laufen zufällig immer wieder den richtigen Leuten in die Arme, entdecken neue Ateliers in der Südvorstadt (Atelier Wolkengold, wir sehen uns bald!), verlieben uns in die Dinner Runde im PILOT und gönnen uns als Betthupferl noch einen Gin Tonic im PIVO. „Jetzt weiß ich, warum du so gern im Süden abhängst. Der Weg nach Hause ist einfach so kurz!“ Denn im Bett wartet noch eine weitere Netflix-Folge „Zumbo’s Just Desserts“ auf uns. Großartig!

Lag nicht Anfang der Woche noch Schnee, denke ich mir beim Blick aus dem Fenster zum Sonntag. Knapp 20°C verlocken zum Griff zur Sonnenbrille, einer leichten Jeansjacke und dem ersten Besuch auf der Sachsenbrücke. „Anhipstern“ wie das früher mal hieß. Aber auf die Idee sind natürlich nicht nur wir allein gekommen, sondern auch unsere Freunde Oli und Stefan, die den Bordstein schon vor uns in Beschlag genommen haben. Wir blinzeln Richtung Sonne und strahlen alle bis über beide Ohren. Frühling, los jetzt! Auch die Bio-Eisdiele in Schleußig beschließt, dass es Zeit wird aus dem Winterschlaf aufzuwachen und öffnet spontan die Türen. Während die Schlange am Eiswagen an der Sachsenbrücke immer länger wird, müssen wir bei TONIS auf der Kö keine Sekunde warten. Einmal Brombeer-Rosmarin und Banane-Erdnuss, bitte! Das erste Eis in diesem Jahr! Das muss doch gefeiert werden… den Blick Richtung -7°C für die kommende Buchmesse-Woche ignorieren wir einfach.

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