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diese liebe ist unsere. sie gehört nur uns beiden.

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What’s the story, morning glory zum Sonntag: Oasis Liedzeilen schwirren noch durch meinen Kopf von der vergangenen Nacht und der schwarze Stempel klebt noch immer verwaschen am Handgelenk. Der graue Sonntagshimmel lockt uns nicht wirklich früh nach draußen aber eine Verabredung sollten wir an diesem Tag noch einhalten, denn zum ersten Mal veranstaltet die gebürtige Finnin Sara vom DIY-Blog „Practicalities“ einen Workshop für traditionelle Himmelis. Hei – onko Himmeli sinulle jo tuttu, heißt es da auf Finnisch zur Begrüßung in der Villa Hasenholz. Wir verstehen zwar kein Wort aber sind trotz Schlafmangel höchst motiviert. Die alte Villa in Leutzsch ist an diesem Tag unser gemütlicher Ort zum Basteln und dem Eintauchen in die finnische Kultur aus vergangenen Zeiten. Von der Decke hängen schon die ersten fertigen Modelle und schwingen leicht durch die Luft. Sara stammt aus dem fernen Helsinki und fühlt sich seit drei Jahren in Leipzig Zuhause. Mit einem geflochtenen Zopf um den Kopf gebunden und einer traditionellen Schürze empfängt sie uns an den DIY-Stationen. Saras großer Wunsch – als selbsterklärter „household nerd“- ist es uns die alte Handarbeitstradition und gleichzeitig auch schwierigste Bastelei mit Nadel und Faden beizubringen. Strick- und Knüpfwerke sind schließlich längst wieder in unsere Wohnzimmer und Kleiderschränke eingezogen, da darf geometrischer Wohnschmuck nicht fehlen.

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Sieht ganz schön kompliziert aus, denke ich mir. Aber wir tasten uns gemeinsam langsam an die ersten Arbeitsschritte zur Erstellung unseres eigenen Himmelis heran und verstehen nach und nach die Logik hinter den geometrischen Formen. Jeder neu erlernte Schritt, egal, ob liegend oder hängend, wird gleich mehrmals ausgeführt und doppelt verknotet. Sicher ist sicher. Faden verloren oder – wie hieß dieses komische Wort – „verheddert“? Sara rettet das Knäul. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter diesem magischen Namen „Himmeli“? Ein Himmeli ist eine traditionelle finnische Dekoration, die Glaube, Zauber und Geschichte miteinander verbindet. In finnischen Häusern sind Himmelis seit Jahrhunderten nicht wegzudenken. Sie sollten unter anderem für Glück, Reichtum und eine gute Ernte im kommenden Jahr sorgen. Dass die traditionelle Variante daher auch mit Roggenstroh gebunden wird, passt gut zusammen. Wir entscheiden uns allerdings für die moderne, filigrane und leichte Form. Das Einsteigermodell sozusagen. Strohhalmähnliche Röhrchen stecken und knoten wir so lang zusammen bis es einen riesigen Stern ergibt, der von einem Faden getragen und überall aufgehangen werden kann. Himmelis können völlig frei und individuell gestaltet werden. Der eigenen Kreativität, unterschiedlichsten Farbgebungen und Materialien – wie zum Beispiel dem Einbinden von Perlen, sind keine Grenzen gesetzt.

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Der nächste Himmeli-Workshop kommt bestimmt!

Nach nur knapp drei Stunden und mit ein wenig Geduld baumelt vor jedem Workshopteilnehmer ein fertiges Himmeli. Klassisch schwarz. Zeitlos klar oder in knalligem Rot. Nicht nur in finnischen Häusern hängt jetzt ein traditionelles Mobile, sondern auch bei uns und zaubert filigrane Schatten von der Zimmerdecke. Vergnügt lacht uns Sara mit ihrem niedlichen, finnischen Akzent an und ist sichtlich stolz auf ihre Workshop-Gruppe „Das sieht großartig aus!“. Wir sind auf den Geschmack gekommen und planen heimlich schon die nächste Kurs-Idee mit Messingröhrchen und Draht als Halterung für kleine Pflanzen. Da bleibt uns nur eins zu sagen: Kiitos! Der nächste Himmeli-Kurs findet am 11. Februar und 18.03. 14-18 Uhr in der Villa Hasenholz statt. Wer es noch ausgefallener mag, kann sich jetzt schon mal auf die Frühlingskurse freuen…

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Kommentare

  1. Christin sagt:

    Das hast du schön geschrieben und ist eine tolle Erinnerung an den heutigen Nachmittag. Vielleicht sieht man sich mal wieder.

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